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Datenrettung Starten des Kopiervorgangs mit ddrescue

Die grundlegende ddrescue-Syntax lautet: ddrescue [Optionen] [Quell-Laufwerk] [Ziel-Laufwerk] [Pfad zur Protokoll-Datei]

Einige Optionen, die für das erstellen von Laufwerkskopien defekter Festplatten besonders wichtig sind:

  • -f [Force] Muss immer verwendet werden, wenn als Ziel ein anderes Laufwerk genutzt wird und keine Image-Datei.
  • -d [Direktzugriff] Gibt dem ddrescue-Programm direkten Zugriff auf das Speichergerät.
  • -R [Rückwärts-Clon] Wird verwendet, um eine Festplatte rückwärts auszulesen, um sich so beschädigten Bereichen von beiden Seiten zu nähern.
  • -r [Anzahl der Wiederholungen] Wie häufig versucht werden soll, defekte Sektoren zu lesen. Beim ersten Durchlauf bitte nicht benutzen.
  • -A [Versuchen Sie erneut] Markiert alle ausgefallenen Blöcke, um in das Protokoll zu lesen und versucht wieder (nur nach dem ersten Pass des Klonens)

Wenn man eine bereits beschädigte Festplatte retten möchte, so kann es sinnvoll sein die Erstellung der Laufwerkskopie in mehreren Durchläufen zu erstellen. Beim ersten Kopiervorgang wählt man dann ein weniger aggressives Vorgehen und überspringt mehr schlecht zu lesende, defekte Sektoren. Bei den folgenden Kapiervorgängen tastet man sich dann nach und nach an die schwerer beschädigten Bereiche der defekten Festplatte heran, um möglichst viele Daten von der Festplatte zu retten.

Um möglichst viele Bereiche der defekten Festplatte auszulesen und den Datenrettungsprozess zu protokollieren, nutzt man bei ddrescue Log-Dateien. Das ddrescue-Protokoll zeichnet die Aktivitäten des Programms während des Auslesens wie Liste von Sektorbereichen, die kopiert, übersprungen, als schlecht markiert worden sind.

Sie haben nun also notiert, welches Laufwerk als Quelle und welches als Ziel genutzt werden soll. In dieser Anleitung zur Datenrettung gehen wir davon aus, dass das Quell-Laufwerk unter „/dev/sda“ und das Ziel-Laufwerk unter „/dev/sdb“ eingebunden worden ist. Um nun mit dem Auslesen der defekten Festplatte zu beginnen und eine Log-Datei anzulegen geben Sie folgenen Befehl im Terminal ein:

ddrescue -f /dev/sda /dev/sdb /home/users/knoppix/Desktop/log0.log

Nach der Eingabe des Befehls wird ddrescue mit dem Auslesen der defekten Festplatte beginnen und die Daten sektorenweise auf die Ziel-Festplatte kopieren. Das Statusfenster zeigt dabei den Fortschritt, die Kopiergeschwindigkeit sowie ausgelassene Sektoren an. Ebenso wird eine Einschätzung gegeben, wie lange der Kopiervorgang der defekten Festplatte noch dauern wird. Die Anzeige kann immer wieder schwanken, je nachdem ob ddrescue auf beschädigte Bereiche auf den Datenplatten der Festplatte trifft. Das Programm wird beim Auftreffen auf defekte Sektoren automatisch einige Sektoren überspringen und dann Rückwärts lesen, bis es erneut auf bad blocks trifft.

Das Auslesen der defekten Festplatte kann zu jedem Zeitpunkt mit der Tasten-Kombination „Strg + C “ unterbrochen werden. Sie können, so Sie eine Log-Datei angelegt haben, den Ausleseprozess wieder aufnehmen und ddrescue wird nur die bisher nicht ausgelesenen Sektoren der Festplatte lesen. So wird die beschädigte Festplatte geschont und sichergestellt, dass mehr Sektoren ausgelesen werden können.

In manchen Fällen kann es sinnvoll sein, die defekte Festplatte rückwärts auszulesen. Dies kann etwa dann sinnvoll sein, wenn Sie merken, dass die defekten Bereiche vor allem im Anfangsbereich der Festplatte liegen. Wenn Sie die Festplatte rückwärts auslesen wollen, so lautet der Befehl hierfür:

ddrescue -f -R /dev/sda /dev/sdb /home/users/knoppix/Desktop/log0.log

Sobald ddrescue seinen Kopiervorgang abgeschlossen hat und Sie sich sicher sind, das Maximum an lesbaren Sektoren der defekten Festplatte gerettet zu haben, können Sie die Laufwerkskopie nun mit einer Software zur Datenwiederherstellung Ihrer Wahl (z.B. R-Studio, getdataback, Recuva, testdisk) durchsuchen und Ihre Dateien so wieder herstellen.

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